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Glossar · Garmethode

Indirektes Grillen – einfach erklärt

Von der Redaktion Pellet-SmokerDatenstand: Oktober 20263 Min. Lesezeit

Definition: Indirektes Grillen bedeutet, das Grillgut nicht direkt über der Hitzequelle, sondern daneben oder darüber bei geschlossenem Deckel zu garen; laut Weber wirkt das ähnlich wie Umlufthitze im Backofen.

Direkt oder indirekt

Beim direkten Grillen liegt das Gargut über der Hitzequelle, beim indirekten daneben. Weber rät, das Verfahren nach der Garzeit zu wählen: Direkt eignet sich für Stücke, die unter 30 Minuten brauchen, etwa Würstchen, Burger-Patties und Fischfilets. Indirekt ist für alles gedacht, was länger als 30 Minuten dauert, zum Beispiel große Braten und ganzes Geflügel. In beiden Fällen bleibt der Deckel geschlossen.

KriteriumDirektIndirekt
Garzeit laut Weberunter 30 Minutenüber 30 Minuten
GargutWürstchen, Burger, Fisch, Gemüsespießegroße Braten, ganzes Geflügel
Gasgrillalle Brenner an, Gargut darübermittlerer Brenner aus, Gargut in der Mitte
HolzkohlegrillGlut in der Mitte, Gargut darüberKohle an die Seiten, Tropfschale unter dem Gargut

Die Zweizonen-Variante

Weber beschreibt auch ein Verfahren, bei dem du beides kombinierst: Du bratest erst über der heißen Zone an und gartest anschließend auf der Seite ohne Hitzequelle fertig. Beim Kohlegrill häufst du die Kohle auf einer Seite und stellst auf die andere eine Tropfschale. Dieses Prinzip ist das Gegenstück zum Reverse Sear, bei dem die Reihenfolge umgekehrt ist.

Die Tropfschale hat noch einen zweiten Nutzen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung erklärt, dass PAK stärker entstehen, wenn Fett auf Glut oder Heizelemente tropft. Auffangschalen halten Fett und Saft zurück und helfen so, die PAK-Bildung zu verringern. Auch Weber stellt die Tropfschale beim Kohlegrill mittig unter das Gargut und schiebt die Kohle zur Seite. Am Pelletgrill übernimmt diese Aufgabe das Fettablaufsystem, wie es unter Fettablauf & Fettauffangschale beschrieben ist.

Indirektes Garen im Pelletgrill

Ein Pelletgrill arbeitet in der Regel von Haus aus indirekt: Laut Traeger bläst das Gerät Hitze und Rauch in den Garraum, ein Fettauffangblech hält die Flammen vom Gargut fern. Unsere Einschätzung daraus: Die Methode ist hier eingebaut, nicht erst einzurichten. Wie das im Detail aufgebaut ist, erklärt der Beitrag Wie funktioniert ein Pelletgrill?.

Brauchst du Hitze von unten, etwa für eine Kruste, bieten manche Geräte eine Direktflamme. Welche Rolle das Diffusorblech dabei spielt, steht unter Hitzeschild.

Praxistipp: Öffne den Deckel möglichst selten. Weber begründet, dass geschlossenes Garen die Hitze gleichmäßig verteilt, das Gargut saftiger hält und Energie spart. Für lange Garungen passt das Prinzip zu Low & Slow.

Kurz beantwortet

Wann grille ich indirekt statt direkt?

Weber empfiehlt indirektes Grillen für alles, was länger als 30 Minuten dauert, etwa große Braten und ganzes Geflügel. Kurze Garungen bis 30 Minuten gelingen direkt.

Wie richte ich einen Gasgrill indirekt ein?

Nach Weber schaltest du den mittleren Brenner aus und lässt nur die äußeren laufen. Das Gargut kommt in die Mitte, alternativ auf eine höhere Ebene über den Brennern.

Ist ein Pelletgrill ein indirekter Grill?

Traeger beschreibt, dass das Gerät Hitze und Rauch in den Garraum bläst und ein Fettblech die Flammen vom Gargut fernhält. Daraus folgt nach unserer Einschätzung, dass das Garen dort standardmäßig indirekt abläuft.