
Smoke Tube: mehr Rauch aus dem Pelletgrill
Wie funktioniert eine Smoke Tube am Pelletgrill? Anleitung zum Anzünden, Brenndauer, Heiß- und Kalträuchern und zwei Edelstahl-Röhren im Datenvergleich.
Zubehör

Kurz gesagt: Am Pelletgrill brauchst du zuerst ein gutes Funk-Thermometer mit mehreren Fühlern, hitzefeste Handschuhe und eine Abdeckhaube – alles andere wie Smoke Tube, Isolierdecke oder Pizzastein ist sinnvolle Ergänzung oder Kür.
Ein Pelletgrill regelt die Garraumtemperatur selbst, deshalb kommst du mit weniger Zubehör aus als am Holzkohlegrill. Ein paar Teile machen aber den Unterschied zwischen „ungefähr gar“ und einem planbaren Ergebnis. Wir sortieren das Zubehör in drei Stufen: Pflicht, sinnvoll und Kür.

Kurzfazit der Redaktion
Inkbird IBT-26S
Das wichtigste Zubehör ist ein Thermometer für die Kerntemperatur. Wir empfehlen das Inkbird IBT-26S, weil es laut Hersteller vier Fühler, WLAN und Bluetooth kombiniert und damit mehrere Stücke plus Garraum gleichzeitig überwacht.
Falls du noch vor der Wahl des Grills selbst stehst, findest du die Geräte in unserem Pelletgrill-Vergleich. Hier geht es um alles, was danach dazukommt.
| Stufe | Zubehör | Wofür | Ratgeber |
|---|---|---|---|
| Pflicht | Grillthermometer mit Funk/App | Kerntemperatur messen statt schätzen | Grillthermometer |
| Pflicht | Grillhandschuhe | Roste, Fleisch und Brenntopf-Bereich sicher anfassen | Grillhandschuhe |
| Pflicht | Abdeckhaube | Schutz von Elektronik und Pellets vor Regen | Abdeckhaube |
| Sinnvoll | Butcher Paper | Einwickeln von Brisket und Pulled Pork | Butcher Paper |
| Sinnvoll | Pelletbox | Trockene Lagerung angebrochener Säcke | Pellets lagern |
| Sinnvoll | Grillbürste ohne Borsten | Roste reinigen | Pelletgrill reinigen |
| Kür | Smoke Tube | Mehr Rauch, Kalträuchern | Smoke Tube |
| Kür | Isolierdecke | Grillen bei Frost | Pelletgrill im Winter |
| Kür | Pizzastein | Pizza und Brot im Pelletgrill | Pizza im Pelletgrill |
Der Regler deines Pelletgrills misst die Garraumtemperatur, nicht das, was im Fleisch passiert. Bei Low & Slow entscheidet aber die Kerntemperatur darüber, wann ein Pulled Pork zupfbar ist oder ein Brisket aus dem Stall kommt. Garzeiten schwanken je nach Stückgröße, Fettanteil und Wetter um Stunden.
Lebensmittelbehörden sind hier deutlich. Das US-Landwirtschaftsministerium USDA rät, sich nie auf Farbe, Festigkeit oder Zeit zu verlassen, um zu beurteilen, ob Fleisch durchgegart ist. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nennt als Richtwert, dass die meisten Krankheitserreger abgetötet werden, wenn Lebensmittel für zwei Minuten oder länger auf mindestens 70 °C erhitzt werden – und zwar auch im Inneren. Ohne Thermometer kannst du das nicht prüfen.
Viele Pelletgrills haben bereits einen Fühler an Bord. Der Traeger Pro 575 und der Ranger bringen laut Modell-Datenbank je einen Fleischfühler mit, der Pit Boss Navigator 550 ebenfalls einen. Für ein zweites Stück Fleisch oder eine unabhängige Kontrolle der Garraumtemperatur reicht das nicht. Ein externes Thermometer mit mehreren Fühlern schließt diese Lücke.
Worauf du achten solltest:

Für wen: Für alle, die regelmäßig Low & Slow grillen und mehrere Stücke parallel überwachen wollen.
Das IBT-26S deckt die typischen Pelletgrill-Szenarien ab: Garraum plus bis zu drei Stücke Fleisch. Alarme für Ziel-, Hoch- und Tieftemperaturen stellst du in der App ein. Als Langzeit-Messbereich nennt Inkbird −20 bis +250 °C, was für Smoken und die meisten Grilltemperaturen reicht.
Einen ausführlichen Vergleich mit kabellosen Modellen und Funkthermometern ohne App findest du im Ratgeber Grillthermometer für den Pelletgrill.
Am Pelletgrill fasst du heiße Roste, Gusseisenplatten, Pizzasteine und große Fleischstücke an. Normale Topflappen reichen dafür nicht. Gute Grillhandschuhe schützen auch Handgelenk und Unterarm, denn du greifst oft tief in die Garkammer.
Orientierung gibt die Norm EN 407 für Schutzhandschuhe gegen thermische Risiken. Für Kontaktwärme gibt es vier Leistungsstufen: Stufe 1 steht für 100 °C, Stufe 2 für 250 °C, Stufe 3 für 350 °C und Stufe 4 für 500 °C, jeweils mit mindestens 15 Sekunden Schutzzeit. Ein Pelletgrill läuft im Grillbereich häufig bis 260 °C, Roste und Gussplatten können entsprechend heiß werden. Wenn ein Hersteller keine EN-407-Stufe angibt, weißt du nicht, wie lange du ein heißes Teil halten kannst.

Für wen: Für alle, die robuste Handschuhe für Roste, Zubehör und Kochgeschirr suchen.
Die Weber-Handschuhe sind ein Allrounder für das Hantieren am heißen Grill. Für das direkte Anfassen von saftigem Fleisch, etwa beim Pullen, ist Leder dagegen nicht gedacht, dafür nutzen viele Grillfans zusätzlich Einweghandschuhe.
Wenn dir eine geprüfte Hitzestufe wichtig ist, achte auf Modelle mit EN-407-Angabe. Der Anbieter AMZBBQ nennt etwa für seine Aramid-Grillhandschuhe mit Silikon-Grip* 350 °C nach EN 407 (Laborprüfung laut Anbieter). Mehr zu Materialien, Größen und Normen findest du im Ratgeber Grillhandschuhe für Pelletgrill und Smoker.
Ein Pelletgrill ist ein elektrisches Gerät mit Regler, Zündung und Förderschnecke. Regen schadet nicht nur dem Lack, sondern vor allem den Pellets im Behälter. Weber warnt, dass nasse Pellets aufquellen, auseinanderbrechen und die Förderschnecke verstopfen können. Traeger empfiehlt eine Abdeckung zum Schutz vor Regen, Schnee und Feuchtigkeit und rät, die Außenseite häufiger zu reinigen, wenn keine Haube genutzt wird.
Passgenaue Hauben vom Hersteller sitzen meist besser als Universalhauben, sind aber an ein Modell gebunden. Wichtig: Haube erst aufziehen, wenn der Grill vollständig abgekühlt ist und der Abschaltzyklus beendet ist.

Für wen: Für Besitzer eines Traeger Pro 575 oder Pro 22.
Die BAC503 steht hier als Beispiel für eine Herstellerhaube. Für andere Grills gibt es eigene Modelle, etwa die passenden Hauben für Weber Searwood, Pit Boss Austin XL oder Traeger Ranger. Prüfe vor dem Kauf immer die Modellbezeichnung deines Grills.
Beim langen Garen großer Stücke erreicht die Kerntemperatur oft ein Plateau, den sogenannten Stall. Viele Pitmaster wickeln das Fleisch dann ein, um die Phase zu verkürzen – die Texas Crutch. Butcher Paper ist dafür eine Alternative zu Alufolie: Es lässt mehr Dampf entweichen, sodass die Kruste weniger aufweicht.
Achte auf unbeschichtetes, lebensmittelechtes Papier. Gewachstes Papier oder Backpapier sind nicht dasselbe.

Für wen: Für Brisket, Ribs und Pulled Pork im Smoker.
Mit 60 cm Breite reicht das Papier auch für ein ganzes Brisket in doppelter Lage. Der Hersteller gibt die Herkunft mit USA an. Wie du richtig wickelst, zeigen wir im Ratgeber Butcher Paper: Wofür, welches, wie wickeln.
Ein angebrochener Sack im Gartenhaus zieht Feuchtigkeit. Das Deutsche Pelletinstitut beschreibt, dass Pellets in feuchter Umgebung aufquellen und unbrauchbar werden, und empfiehlt eine relative Luftfeuchte von höchstens 80 % im Lager. Eine geschlossene Box hält die Pellets trocken und den Staub zurück.

Für wen: Für alle, die mehrere Säcke auf Vorrat kaufen.
Das Sieb im unteren Bereich ist am Pelletgrill nützlich: Staub und Bruch bleiben in der Box statt im Grillbehälter.
Wer nur einen Sack lagert, kommt mit einer kleineren Lösung wie einem faltbaren Pellet-Behälter für 10 kg* aus. Mehr dazu unter Grillpellets richtig lagern.
Traeger rät in seinen Reinigungshinweisen ausdrücklich davon ab, Drahtbürsten zu verwenden, weil sie die Beschichtung der Roste beschädigen können. Empfohlen werden Reinigungstuch, Küchenpapier oder Nylonbürste. Für Edelstahl- und Gussroste gibt es borstenfreie Alternativen.

Für wen: Für alle, die keine losen Drahtborsten am Rost riskieren wollen.
Der Vorteil gegenüber klassischen Drahtbürsten: Es gibt keine Borsten, die abbrechen und am Rost oder im Grillgut landen können. Ob Metall auf deinen Rosten erlaubt ist, entscheidet die Anleitung deines Grills. Wie oft du was reinigst, erklären wir im Ratgeber Pelletgrill reinigen und warten.
Hinweis: Traeger empfiehlt eine Grundreinigung des Innenraums alle zwei bis drei Grillsessions oder etwa alle 20 bis 24 Stunden Garzeit, bei fettem Grillgut wie Brisket früher. Die Asche aus dem Brenntopf entfernst du nur bei vollständig kaltem Grill.
Wem das Raucharoma aus dem Pelletgrill zu dezent ist, kann nachhelfen. Eine Smoke Tube ist ein gelochtes Edelstahlrohr, das du mit Pellets füllst, anzündest und auf den Rost legst. Es glimmt unabhängig von der Steuerung und liefert zusätzlichen Rauch – oder ermöglicht Kalträuchern von Käse, Lachs oder Nüssen bei ausgeschaltetem Grill.

Für wen: Für mehr Raucharoma und Kalträuchern im Pelletgrill.
Die sechseckige Bauform ist am Pelletgrill praktisch, weil das Rohr stabil auf dem Rost liegt. Fülle die Tube mit derselben Pelletsorte wie den Grill oder setze gezielt eine kräftigere Sorte ein. Details zur Handhabung findest du im Ratgeber Smoke Tube: mehr Rauch aus dem Pelletgrill.
Sicherheit: Eine Smoke Tube ist eine offene Glut. Lass sie nie unbeaufsichtigt, lege sie nur auf nicht brennbaren Untergrund und lösche sie nach Gebrauch vollständig. Ob zusätzliche Glutquellen in deinem Grill zulässig sind, steht in der Bedienungsanleitung des Herstellers.
Bei Frost verliert der Grill viel Wärme über die Wände, der Pelletverbrauch steigt und der Regler kämpft um die Temperatur. Eine Isolierdecke umhüllt die Garkammer. Traeger knüpft die Nutzung seiner Decken an klare Grenzen: nur bei Außentemperaturen unter 0 °C und nur, wenn der Grill mit höchstens 176 °C läuft. Bei falscher Nutzung warnt Traeger vor Schäden an Grill und Decke und in manchen Fällen vor Brand.

Für wen: Für Besitzer eines Traeger Pro 575 oder Pro 22, die auch bei Frost smoken.
Die Decke ist eine Alternative zur Originaldecke von Traeger. Halte dich bei der Nutzung an die Grenzen des Grillherstellers und der Deckenanleitung. Was du im Winter sonst beachten solltest, steht im Ratgeber Pelletgrill im Winter.
Mit einem Pizzastein wird der Pelletgrill zum Holzfeuer-Backofen. In unserer Modell-Datenbank liegen die Höchsttemperaturen laut Hersteller meist zwischen 230 und 315 °C, beim Traeger Pro 575 sind es 260 °C. Das ist weniger als in einem Pizzaofen, reicht aber für Pizza im Blechstil, Flammkuchen und Brot. Der Stein speichert die Hitze und sorgt für einen knusprigen Boden.

Für wen: Für Pizza, Flammkuchen und Brot im Pelletgrill.
Cordierit ist ein Naturstein, den Hersteller wegen seiner Hitzebeständigkeit für Pizzasteine verwenden. Lege den Stein vor dem Aufheizen auf den Rost und lass ihn mit dem Grill zusammen warm werden. Ein Rezept findest du unter Pizza im Pelletgrill.
Viel Zubehör für klassische Grills ist am Pelletgrill überflüssig. Anzündkamin, Grillanzünder und Kohlekörbe entfallen, weil Glühstab und Regler das Feuer übernehmen. Räucherchips-Boxen ersetzt du durch Pellets oder eine Smoke Tube. Eine Wasserschale ist optional und kein Muss für den Start.
Vorsicht bei Alufolie auf dem Hitzeschild oder im Fettablauf: Manche Hersteller bieten dafür eigene Einlagen an, etwa Traeger Einweg-Fett- und Ascheeinsätze für Ironwood, Timberline und Woodridge. Was in deinem Grill zulässig ist, steht in der Bedienungsanleitung.
Am Pelletgrill lohnt sich Zubehör vor allem dort, wo der Grill selbst nichts weiß: im Inneren des Fleisches. Deshalb steht ein Mehrfühler-Thermometer wie das Inkbird IBT-26S ganz oben, gefolgt von hitzefesten Handschuhen und einer passenden Abdeckhaube. Butcher Paper, Pelletbox und eine borstenfreie Bürste machen den Alltag leichter, Smoke Tube, Isolierdecke und Pizzastein erweitern die Möglichkeiten. Welcher Grill zu deinem Zubehör passt, zeigt der Pelletgrill-Vergleich 2026.
Ein Thermometer für die Kerntemperatur, hitzefeste Handschuhe und eine Abdeckhaube. Das Thermometer ist am wichtigsten, weil der Grill nur die Garraumtemperatur misst. Alles andere kannst du nach Bedarf ergänzen.
Für ein einzelnes Stück oft schon. Viele Geräte wie Traeger Pro 575 oder Pit Boss Navigator 550 bringen aber nur einen Fühler mit. Für mehrere Stücke oder eine unabhängige Garraum-Kontrolle brauchst du ein externes Thermometer.
Beides verkürzt den Stall. Alufolie hält mehr Feuchtigkeit, die Kruste wird weicher. Butcher Paper lässt mehr Dampf entweichen und erhält die Bark besser, das Garen dauert dafür etwas länger.
Nicht zwingend. Sie lohnt sich, wenn dir der Rauchgeschmack bei höheren Temperaturen zu schwach ist oder du kalträuchern willst. Für den Einstieg kannst du darauf verzichten.
Nur bei Frost. Traeger gibt seine Decken für Außentemperaturen unter 0 °C und Grilltemperaturen bis 176 °C frei. Außerhalb dieser Grenzen warnt der Hersteller vor Schäden und Brandgefahr.
Thermometer, Handschuhe, Butcher Paper und Pizzasteine sind meist markenunabhängig. Hauben, Isolierdecken und Einlagen sind dagegen modellgebunden. Prüfe immer die Kompatibilitätsliste des Herstellers.
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