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Probleme & Pflege

Pelletgrill reinigen und warten

Von der Redaktion Pellet-SmokerAktualisiert: 13. Oktober 202617 Min. LesezeitEnthält Affiliate-Links*

Symbolbild: Pelletgrill reinigen und warten
Inhalt
  1. Warum regelmäßiges Reinigen beim Pelletgrill Pflicht ist
  2. Wann reinigen: Intervalle der Hersteller im Vergleich
  3. Diagnose-Tabelle: Symptom, Ursache, Lösung
  4. Nach jedem Grillen: die Fünf-Minuten-Runde
  5. Alle paar Garvorgänge: Asche und Brenntopf
  6. Grundreinigung Schritt für Schritt
  7. Grillrost richtig reinigen
  8. Fettauffang, Einlagen und Alufolie
  9. Reiniger und Schutzausrüstung
  10. Asche und Fett sicher entsorgen
  11. Einlagern, Abdecken, Frühjahrsputz
  12. Fazit
  13. Häufige Fragen
  14. Quellen

Kurz gesagt: Reinige Rost und Fettauffang nach jedem Grillen, sauge die Brenntopf-Asche alle paar Garvorgänge ab und mache alle vier bis sechs Wochen (Weber) oder nach 20 bis 24 Garstunden (Traeger) eine Grundreinigung bei kaltem, ausgestecktem Grill.

Ein Pelletgrill verbrennt Holz, und dabei fallen Asche, Pelletstaub und Fett an. Wer diese Rückstände liegen lässt, bekommt früher oder später Zündprobleme, schwankende Temperaturen und im ungünstigen Fall ein Fettfeuer. Auf dieser Seite findest du die Reinigungsintervalle, die Traeger, Weber und Pit Boss selbst nennen, eine Diagnose-Tabelle für typische Symptome und eine Anleitung für die Grundreinigung. Welche Geräte sich besonders leicht pflegen lassen, siehst du in unserer Bestenliste der Pelletgrills.

Unsere Empfehlung
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Kurzfazit der Redaktion

Kona borstenfreie Grillbürste

Für den Rost brauchst du ein Werkzeug, das keine Borsten verliert, denn Traeger rät ausdrücklich von Drahtbürsten ab. Die Kona-Bürste ist nach den Angaben im Angebot borstenfrei und für Porzellan, Keramik, Stahl und Gusseisen vorgesehen.

  • Borstenfreie Bauweise aus rostbeständigem Edelstahl laut Anbieter
  • Als sicher für Porzellan und Gusseisen ausgewiesen
  • Langer Griff hält die Hände von der Hitze fern

Warum regelmäßiges Reinigen beim Pelletgrill Pflicht ist

Drei Rückstände sorgen für Ärger: Fett, Asche und Pelletstaub. Fett sammelt sich auf Fettauffang, Wärmeschild und in der Fettrinne. Weber schreibt in seiner Anleitung zum Fettmanagement ausdrücklich, dass regelmäßiges Entleeren brennbares Fett entfernt, und warnt, dass ignorierte Fettablagerungen zu Stichflammen oder Fettbränden führen können. Traeger nennt als Auslöser für Fettbrände in der Silverton-XL-Anleitung ebenfalls mangelnde regelmäßige Reinigung.

Asche wirkt sich auf die Technik aus. Die Bedienungsanleitung des Traeger Silverton XL stellt fest, dass zu viel Asche die Zündung behindert und das Feuer ausgehen lassen kann. Weber führt unter den Anzeichen für einen verschmutzten Brenntopf Zündprobleme, uneinheitliche Temperaturen, weniger Rauch und Fehlercodes zur Flammenerkennung auf. Die Ursache liegt also oft in der Asche, nicht im Gerät.

Pelletstaub sammelt sich im Behälter und am Boden des Hoppers. Traeger rät deshalb dazu, ihn einmal im Monat zu leeren und den Sägemehl-Rest abzusaugen. Staub und feuchte Pellets sind außerdem eine der Hauptursachen für Brückenbildung und Förderschneckenstau, mehr dazu auf der Seite Pellets brücken im Behälter.

Sicherheit: Schalte den Grill vor jeder Wartung aus, lass ihn vollständig abkühlen und ziehe den Netzstecker. Traeger verlangt, Fett- und Aschefass nur zu prüfen, wenn Grill und Asche vollständig kalt und erloschen sind, und Asche im Brenntopf nur bei kaltem Grill und mit äußerster Vorsicht abzusaugen. Weber verbietet das Reinigen des heißen Grills, das Absaugen heißer Asche und Wasser im Brenntopf oder Pelletbehälter. Maßgeblich ist immer die Bedienungsanleitung deines Modells.

Wann reinigen: Intervalle der Hersteller im Vergleich

Die Hersteller geben unterschiedliche Rhythmen an, weil Bauart und Zubehör sich unterscheiden. Die Tabelle fasst zusammen, was in den offiziellen Supportseiten steht. Bei viel Fett, etwa bei Schweinebauch oder Brisket, schreibt Traeger ausdrücklich, früher zu reinigen.

AufgabeTraegerWeber (Searwood 600 und XL 600)Pit Boss
RostNach jedem Grillen warm abbürstenBei der Grundreinigung abschaben und abwischenKeine feste Angabe auf der FAQ-Seite
FettauffangVor jedem Garvorgang Fett abschaben, Fass bei Bedarf leeren und Einlage erneuernNach jedem Garvorgang leeren und Einwegschale ersetzen, bei mehr als halb voller Schale sofortFetteimer regelmäßig leeren
Asche und BrenntopfAlle 2 bis 3 Garvorgänge beziehungsweise 20 bis 24 Garstunden absaugenAlle paar Garvorgänge, bei Zündproblemen sofortNach 40 bis 60 Pfund (rund 18 bis 27 kg) durchgelaufener Pellets absaugen
Grundreinigung innenAlle 2 bis 3 Garvorgänge beziehungsweise 20 bis 24 GarstundenAlle 4 bis 6 Wochen bei regelmäßiger Nutzung, ein bis zwei Stunden Aufwand plus AbkühlzeitZusammen mit dem Absaugen nach 40 bis 60 Pfund Pellets
PelletbehälterMonatlich leeren und Staub absaugenBei der Grundreinigung leeren und absaugenKeine feste Angabe
AußenseiteAlle 3 Monate, ohne Abdeckhaube öfterBei der Grundreinigung feucht abwischenKeine feste Angabe
Fettrinne und AbzugAlle 6 MonateFettkanäle bei Überlauf reinigenFlame Broiler nach Anleitung abschaben

Eine Besonderheit nennt Traeger bei seinen WLAN-Modellen: Die App zeigt alle 35 Garvorgänge einen Hinweis „Clean Grill“. Das ist die Obergrenze, kein Richtwert für den Alltag. Die Silverton-XL-Anleitung nennt für die Ascheentfernung an zwei Stellen unterschiedliche Werte, nämlich etwa 20 und etwa 30 Stunden. Orientiere dich im Zweifel am kürzeren Intervall.

Diagnose-Tabelle: Symptom, Ursache, Lösung

Viele Störungen lassen sich auf Schmutz zurückführen. Die Tabelle ordnet typische Symptome den Ursachen und Lösungen zu, die in den Herstellerquellen genannt werden. Für tiefer gehende Fehlersuche folgen die passenden Problemseiten: Pelletgrill zündet nicht, Temperatur schwankt und zu wenig Rauch.

SymptomMögliche UrsacheLösung
Grill zündet schlecht oder gar nichtZu viel Asche im Brenntopf blockiert die Luftzufuhr (Weber, Traeger)Bei kaltem, ausgestecktem Grill Brenntopf absaugen und trocken wieder einsetzen
Temperaturen schwanken starkAsche, verstopfte Fettkanäle, falsch eingesetzte Bauteile oder lose gefaltete Alufolie am AuffangblechBrenntopf reinigen, Hitzeschild und Wärmeverteiler korrekt einsetzen, Fettauffang prüfen
Weniger Rauch als früherBrenntopf voller Asche (Weber nennt reduzierte Rauchentwicklung als Anzeichen)Brenntopf und Garraum reinigen, trockene Pellets einfüllen
Fett läuft über oder tropftAuffangschale zu voll, Schale nicht korrekt eingesetztSchale früher ersetzen, Sitz prüfen, Fettkanäle freimachen
Fehlercode „E3“ oder „E6“ beim Weber SearwoodFlamme erloschen oder nicht gestartet, oft durch Asche oder schlechte PelletsBrenntopf reinigen, Pelletvorrat und -qualität prüfen
Übermäßiger Rauch oder StichflammenFettablagerungen im Fettauffang oder Garraum, überlaufende oder fehlende Auffangschale (Weber)Grill abkühlen lassen, Auffang leeren, frische Schale einsetzen, Garraumwände abwischen, Brenntopf reinigen
Schimmel oder Stockflecken nach der WinterpauseFeuchte Lagerung ohne AbdeckungRost, Brenntopf und Innenwände prüfen und reinigen (Traeger-Frühjahrsroutine)
Pellets klumpen im BehälterFeuchtigkeit oder StaubBehälter leeren, Staub absaugen, Pellets trocken und luftdicht lagern

Nach jedem Grillen: die Fünf-Minuten-Runde

Die kurze Routine hält die Grundreinigung klein. Traeger empfiehlt, nach dem Garen Verschüttetes aufzuwischen und die Roste abzuschaben, solange sie noch warm sind. Weber schreibt vor, den Grill vollständig herunterzufahren und abkühlen zu lassen, bevor du den Fettauffang anfasst.

  1. Grill nach Herstellervorgabe herunterfahren und den Abschaltzyklus komplett durchlaufen lassen. Weber warnt, den Stecker während des Abschaltens zu ziehen; das löst beim Searwood den Fehlercode E10 aus. Mehr zum Ablauf steht im Glossareintrag zum Abschaltzyklus.
  2. Rost warm abbürsten oder abschaben und Speisereste entfernen.
  3. Fettauffang prüfen: Beim Weber Searwood die Einwegschale nach jedem Garvorgang austauschen, bei Traegers Fass-Systemen Fett in das Fass schieben und das Fass bei Bedarf leeren.
  4. Verschüttetes Fett und Soße mit Küchenpapier aufnehmen.
  5. Grill abkühlen lassen und die Abdeckhaube auflegen.

Praxistipp: Stelle dir die Einweg-Fettschalen oder Fetteinlagen deines Modells vorrätig hin. Weber empfiehlt ausdrücklich, Ersatzschalen im Haus zu haben, damit der Austausch nicht an fehlendem Zubehör scheitert. Das spart Zeit und verhindert, dass ein voller Auffang beim nächsten Garvorgang überläuft.

Alle paar Garvorgänge: Asche und Brenntopf

Der Brenntopf ist das Herz des Feuers. Pellets fallen von der Förderschnecke hinein, der Glühstab zündet sie, ein Gebläse facht die Glut an. Sammeln sich Asche und Pelletreste an, bekommt das Feuer weniger Luft. Weber empfiehlt das Absaugen nach „einigen Garvorgängen“, nach langen Garvorgängen bei niedriger Temperatur wie Brisket oder Schulter häufiger, weil diese mehr Asche erzeugen.

So gehst du bei einem Weber Searwood vor, wie es der Hersteller beschreibt:

  1. Grill herunterfahren, vollständig abkühlen lassen (der Hersteller nennt mehrere Stunden oder über Nacht) und Netzstecker ziehen.
  2. Deckel öffnen, Roste, Flavorizer-Bügel, Wärmeverteiler und Hitzeschild herausnehmen.
  3. Asche mit einem Schaber lösen und mit einem Aschesauger oder Werkstattsauger entfernen. Herkömmliche Haushaltsstaubsauger sind laut Weber nicht geeignet.
  4. Keine Asche in die Öffnung der Förderschnecke schieben.
  5. Brenntopf auf Risse oder Verformung prüfen und vollständig trocknen lassen. Wasser oder Flüssigreiniger gehören nicht in den Brenntopf.
  6. Bauteile in umgekehrter Reihenfolge einsetzen und auf festen Sitz achten.

Bei Traeger gilt dasselbe Grundprinzip. Bei den Touchscreen-Modellen Timberline und Ironwood nimmst du den Brenntopf heraus, leerst die Asche in das Fett- und Aschefass und saugst darunter und in der Mulde ab. Wichtig ist der Wiedereinbau: Der Rand muss bündig sitzen und darf nicht an der Förderschnecke hängen bleiben. Sitzt er falsch, nennt Traeger das als Ursache für Zünd- und Temperaturprobleme.

Platz 2 · Für ausgewählte Traeger-Modelle
Ascheschaufel für Traeger

Grillrost.com Ascheschaufel für Traeger

Für wen: Besitzer eines Traeger Pro 575, Pro 780, Ironwood oder Timberline, die den Brenntopf zwischen den Staubsaugerrunden schnell leeren wollen.

  • Laut Anbieter entfernt sie rund 95 Prozent der Asche aus dem Brenntopf
  • Edelstahl, spülmaschinengeeignet, in Deutschland handgeschweißt
  • Nur für die genannten Traeger-Serien, nicht für den Ranger

Die Schaufel passt laut Angebot in den Ascheauffangbehälter von Ironwood 650 und 885, Pro Series 22, 34, 575 und 780 sowie Timberline 850 und 1300. Sie ersetzt das Absaugen nicht, wenn Traeger für deine Wartungsstufe den Sauger vorsieht. Auch hier gilt: nur bei vollständig kaltem Grill einsetzen.

Grundreinigung Schritt für Schritt

Die Grundreinigung ist der große Termin. Plane bei Weber laut Hersteller ein bis zwei Stunden plus Abkühlzeit ein. Die Reihenfolge ist bei allen Herstellern ähnlich: Pellets raus, Bauteile raus, Fett und Asche entfernen, Innenwände wischen, trocknen, zusammenbauen.

1. Vorbereitung

Fahre den Grill herunter, lass ihn mehrere Stunden abkühlen und ziehe den Stecker. Lege Küchenpapier oder Mikrofasertücher, einen Schaber, einen Werkstattsauger, Handschuhe und eine Auffangschale für Pellets bereit. Wer sich beim Zerlegen unsicher ist, kann Weber zufolge die Teile vorher fotografieren.

2. Pelletbehälter leeren

Beim Weber Searwood stellst du ein Gefäß unter die Entleerungsöffnung und ziehst den Pellet-Auslösehebel. Danach saugst du Staub aus dem Behälter und wischst ihn trocken, ohne Wasser. Traeger rät zu demselben Vorgehen und empfiehlt, den Behälter monatlich zu leeren. Bewahre die Pellets luftdicht und trocken auf. Ein luftdichter Pelletbehälter* ist dafür eine Möglichkeit; wichtig ist, dass keine Feuchtigkeit hineinkommt.

3. Roste und Einbauten ausbauen

Nimm Roste, Auffangblech, Wärmeverteiler und bei Weber auch den Flavorizer-Bügel heraus. Bei Traeger sind das je nach Serie Tropfblech (Drip Tray), Wärmeschild und Fettrinne. Sprühe bei Traeger die Roste und den Kamin mit einem Naturentfetter ein, lass ihn einwirken und wische beide Seiten sauber.

4. Fett und Verkrustungen lösen

Schabe Fett und Asche von den ausgebauten Teilen. Für das Tropfblech empfiehlt Traeger bei den neuen Modellen ein nichtchemisches Entfettungsmittel oder Spülmittel mit Essig und einen Nylonbürsten- oder Silikon-Spachtel. Stahlwolle und Stahlbürsten sind tabu, weil sie das Blech zerkratzen und Rost fördern können.

5. Garraum absaugen und auswischen

Sauge Asche und Rückstände vom Boden des Garraums ab, auch unter dem Brenntopf und am Behälterboden. Wische die Wände mit einem feuchten Tuch ab, bei Weber auch die Innenseite des Deckels. Halte Wasser von den elektrischen Bauteilen und von der Schneckenöffnung fern. Traeger beschreibt, die Innenwände mit einem eigenen Reiniger abzuwischen und Kreosot an Rückwand und Deckelinnenseite abzuschaben.

6. Fettablauf und Abzug reinigen

Der Fettablauf gehört zu den Teilen, die man gern vergisst. Traeger nennt für die Fettrinne beziehungsweise den Downdraft-Abzug einen Rhythmus von sechs Monaten und weist darauf hin, dass das Freihalten Fettbrände vermeiden hilft. Weber betont, dass die Fettkanäle im Garraum das Fett nach vorn in den Auffang leiten und bei Überlauf gereinigt werden sollen.

7. Trocknen, einsetzen, Probelauf

Alle Teile müssen vollständig trocken sein. Setze Wärmeverteiler, Hitzeschild und Roste in der richtigen Reihenfolge ein und achte auf festen Sitz. Weber empfiehlt danach einen kurzen Start- und Abschaltzyklus, bei dem du auf ungewöhnliche Geräusche hörst. Mehr zum Zusammenspiel von Heizelement und Fördertechnik findest du im Glossar unter Förderschnecke.

Hinweis: Weber schließt für die Grundreinigung Hochdruckreiniger, scharfe Chemikalien, Ofenreiniger und Scheuermittel auf Porzellanemaille ausdrücklich aus. Traeger empfiehlt dagegen eigene beziehungsweise natürliche Entfetter und warnt vor Drahtbürsten auf den Rosten, weil sie die Beschichtung angreifen und Garantieansprüche berühren können. Halte dich an die Vorgaben deines Herstellers.

Grillrost richtig reinigen

Traeger schreibt: „Never use wire brushes on your grill grates.“ Die Borsten können abbrechen und ins Essen gelangen, außerdem leidet die Beschichtung. Der Hersteller empfiehlt, die Roste warm mit einer langstieligen Nylonbürste oder einem Rostschaber zu säubern und für gründlichere Reinigung ein Tuch oder kräftiges Küchenpapier mit Entfetter zu nehmen. Weber nutzt für seine Roste Bürste oder Holzschaber und trocknet gründlich ab. Porzellanemaillierte Gusseisenroste gehören nicht in die Spülmaschine.

Wenn du eine Metallbürste ohne lose Borsten bevorzugst, ist ein borstenfreies Modell eine Alternative. Prüfe in der Anleitung deines Grills, ob die Rostbeschichtung das verträgt.

Fettauffang, Einlagen und Alufolie

Hier unterscheiden sich die Systeme deutlich, deshalb lohnt der Blick ins Handbuch.

Platz 3 · Für Traeger Ironwood, Timberline, Woodridge
Traeger Fett- und Aschefass-Einsatz

Traeger BAC608 Fett- und Aschefasseinsatz

Für wen: Besitzer einer Traeger-Serie mit Fett- und Aschefass, die den Wechsel der Einlage schnell erledigen wollen.

  • Fünf Aluminium-Einlagen im Set, einfach herausnehmen und entsorgen
  • Extragroßes Volumen, laut Anbieter mehr Zeit zwischen den Wechseln
  • Nur kompatibel mit Ironwood, Ironwood XL, Flatrock, Timberline, Timberline XL und der Woodridge-Serie

Die Einlagen sind Einwegartikel aus leichtem, hitzebeständigem Aluminium. Sie passen nicht zu jedem Grill; ein Weber Searwood arbeitet mit eigenen Schalen.

Reiniger und Schutzausrüstung

Ob ein Spezialreiniger nötig ist, hängt vom Modell ab. Traeger nennt für seine Touchscreen-Grills den hauseigenen Reiniger und für ältere Serien einen natürlichen Entfetter. Weber verzichtet im Innenraum auf aggressive Chemie. Für Rost, Zubehör und Außenflächen gibt es handelsübliche Grillreiniger. Zieh dabei Handschuhe an und lass den Schaum nur so lange einwirken, wie die Packung es angibt. Aluminiumteile vertragen manche Produkte nicht, lies deshalb das Etikett.

Platz 4 · Für Rost und Außenflächen
Enders Grill-Reiniger

Enders Grill-Reiniger 4975

Für wen: Alle, die Rost, Zubehör und Außenflächen schnell von Fettfilm und Eingebranntem befreien wollen.

  • Schaumformel, laut Anbieter gegen Fettfilme, Eingebranntes und Schmutz
  • Flasche mit Kindersicherung
  • Der Anbieter nennt die Eignung für „alle Oberflächen“; Weber verbietet im Searwood-Innenraum jedoch scharfe Chemikalien

Setze den Reiniger daher an den Roste- und Außenteilen ein und lasse Brenntopf, Behälter und Elektrik aus. Die Herstellerangaben zu deinem Grill haben Vorrang.

Wer eingebranntes Rauchharz auf Rosten und Blechen loswerden will, findet in einem konzentrierten Rauchharz-Entferner* eine zweite Option. Laut Anbieter ist er für Edelstahl, Emaille, Glas und Porzellan geeignet, nicht aber für Aluminium. Zum Anfassen heißer Teile nach dem Garen sind hitzebeständige Grillhandschuhe* sinnvoll; Weber verlangt für warme Bauteile ausdrücklich Handschuhe.

Asche und Fett sicher entsorgen

Asche kann lange nachglimmen. Weber beschreibt deshalb ein klares Vorgehen: Die Asche muss vollständig erkaltet sein, kommt in einen Metallbehälter mit Deckel, wird im Freien abseits brennbarer Materialien abgestellt und soll mindestens 24 Stunden stehen, bevor du sie nach den örtlichen Vorschriften entsorgst. Hinweise zum Restmüll in deiner Gemeinde findest du beim Entsorger vor Ort. Entsorge Asche nie in brennbaren Behältern.

Für Fett gilt Ähnliches: Abgekühltes Fett gehört in einen Metallbehälter, heißes Fett nie in Kunststoff oder brennbare Gefäße.

Einlagern, Abdecken, Frühjahrsputz

Traeger empfiehlt für das Frühjahr eine Kontrolle von Rosten, Brenntopf und Innenwänden auf Schimmel oder Stockflecken und anschließende Reinigung. Eine Abdeckhaube und ein Stellplatz abseits von Schnee und Regen sind Teil dieser Empfehlung. Weber schreibt vor der langfristigen Einlagerung eine Reinigung vor und rät, den Pelletbehälter zu leeren, wenn der Grill mehr als ein paar Wochen steht. Nasse Pellets quellen auf und können die Schnecke blockieren. Die Silverton-XL-Anleitung von Traeger formuliert es so: Holzpellets dehnen sich stark aus, wenn sie nass werden.

Fazit

Ein sauberer Pelletgrill zündet zuverlässiger, hält die Temperatur ruhiger und ist sicherer. Die Faustregel der Hersteller lautet: nach jedem Garvorgang Rost und Fettauffang, alle paar Garvorgänge den Brenntopf, alle vier bis sechs Wochen beziehungsweise 20 bis 24 Garstunden die Grundreinigung. Halte dich bei Intervallen und Mitteln an die Anleitung deines Modells und entsorge Asche und Fett nur kalt und in Metall. Wie sich die Reinigungsfreundlichkeit einzelner Geräte unterscheidet, zeigt der Vergleich in unserer Bestenliste der Pelletgrills. Weitere Störungen und ihre Lösungen sammeln wir unter Probleme und Lösungen.

Häufige Fragen

Wie oft muss ich meinen Pelletgrill reinigen?

Traeger nennt eine Grundreinigung alle 2 bis 3 Garvorgänge beziehungsweise nach 20 bis 24 Garstunden, Weber alle 4 bis 6 Wochen bei regelmäßiger Nutzung. Pit Boss empfiehlt das Absaugen nach 40 bis 60 Pfund Pellets. Bei fettreichem Grillgut solltest du früher reinigen.

Darf ich Wasser im Brenntopf oder Pelletbehälter verwenden?

Nein. Weber schreibt ausdrücklich, dass weder Wasser noch Flüssigreiniger in den Brenntopf oder Pelletbehälter gehören. Traeger weist darauf hin, dass feuchte Pellets aufquellen und die Förderschnecke blockieren können. Reinige diese Bereiche trocken mit Schaber und Sauger.

Kann ich einen Haushaltsstaubsauger für die Asche nehmen?

Weber sagt, dass normale Haushaltssauger für Asche nicht geeignet sind, und verlangt einen Werkstatt- beziehungsweise Aschesauger. Saugen darfst du nur, wenn der Grill vollständig kalt und der Stecker gezogen ist. Traeger weist ausdrücklich auf die Brandgefahr beim Absaugen der Asche im Brenntopf hin und verlangt äußerste Vorsicht.

Welche Bürste ist für den Rost geeignet?

Traeger rät von Drahtbürsten ab und empfiehlt eine langstielige Nylonbürste oder einen Rostschaber. Weber nennt Grillbürste oder Holzschaber. Spüle porzellanemaillierte Gussroste nicht in der Spülmaschine, sondern wasche sie mit Hand und warmem Spülwasser.

Darf ich Alufolie ins Auffangblech legen?

Das hängt vom Hersteller ab. Weber rät davon ab, den Fettauffang mit Alufolie auszulegen, und Traeger verbietet Folie und Einlagen auf dem Tropfblech der neuen Touchscreen-Modelle. Bei älteren Traeger-Modellen muss Folie straff am Blech anliegen, damit sie die Luftführung nicht stört.

Wie entsorge ich die Asche sicher?

Lass die Asche vollständig auskühlen, fülle sie in einen Metallbehälter mit Deckel und stelle ihn im Freien weg von brennbaren Materialien ab. Weber nennt mindestens 24 Stunden Wartezeit vor der Entsorgung nach den örtlichen Vorschriften. Maßgeblich ist zusätzlich die Bedienungsanleitung deines Grills.

Quellen

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