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Glossar · Technik

Grillplatte & Plancha am Pelletgrill: Definition & Praxis

Von der Redaktion Pellet-SmokerDatenstand: Oktober 20263 Min. Lesezeit

Definition: Eine Grillplatte oder Plancha ist eine flache, geschlossene Metallplatte, die auf dem Rost eines Pelletgrills liegt und Gargut ohne Rostabdrücke und ohne Tropfen ins Feuer brät.

Was eine Plancha von einem Rost unterscheidet

Die Plancha stammt aus der spanischen Küche. Laut Wikipedia ist sie eine flache, geschlossene Platte aus Stahl, emailliertem Gusseisen oder Aluminium, die zwischen 6 und 18 Millimeter dick ist. Sie liegt leicht schräg, sodass Fett und Flüssigkeiten in einen Auffangbehälter laufen. Weil nichts auf eine offene Flamme tropft, gibt es kein Fettfeuer, und du darfst sogar Marinade oder einen Schuss Alkohol über das Gargut gießen.

Am Pelletgrill ersetzt die Platte keinen Rost dauerhaft, sondern kommt als Einsatz obendrauf. Das Heizsystem ändert sich dadurch nicht: Unter der Platte arbeitet weiter der Brenntopf, die Hitze kommt über den Garraum an.

Was die Hersteller dazu sagen

Weber bietet für die Searwood-Reihe einen separat erhältlichen Plancha-Einsatz an, „der deinen Grill in eine Plancha verwandelt“. Zum Betrieb empfiehlt die Produktseite den manuellen Modus, der laut Weber für konstante Hitze auch mit der Plancha sorgt. Der Searwood deckt nach Herstellerangabe 80 bis 315 °C ab und besitzt eine durchgehende Sear-Zone.

Bei Pit Boss führt die Produktseite des Pro 850 einen „Flame Broiler“ mit Schiebeplatte und nennt 538 °C für direktes Anbraten mit Flamme. Ob eine Grillplatte ausdrücklich zugelassen ist, steht dort nicht. Prüfe das für dein Modell immer in der Bedienungsanleitung, bevor du Zubehör einlegst.

Wofür sich die Platte lohnt

Für eine kräftige Kruste brauchst du Temperatur. Wenn dein Gerät keine Direktflamme hat, bleibt die Platte nur so heiß wie der Garraum, und Fleisch gart dann eher, als dass es bräunt. Mehr zu Zubehör rund um den Grill findest du im Bereich Zubehör.

Praxistipp: Wärme die Platte bei geschlossenem Deckel vollständig durch, bevor das erste Gargut aufliegt. Nach Wikipedia bildet gut eingebrannter Stahl eine Patina, danach braucht es kaum noch Öl und der Stahl rostet nicht.

Fehler und Grenzen

Das größte Missverständnis: Eine Platte macht aus einem Pelletgrill keinen Gasgrill. Unsere Einschätzung: Pellets regeln sich träger als eine Gasflamme, und eine dicke Platte gibt ihre Wärme erst nach einiger Zeit ab. Heize deshalb großzügig vor und arbeite in kleinen Portionen, damit die Oberfläche nicht abkühlt.

Behalte außerdem das Fett im Blick. Läuft zu viel in die Rinne, solltest du es abgießen, bevor es überläuft. Wo das Fett am Gerät sonst hinläuft, erklärt der Eintrag zum Fettablauf. Reinige die Platte nach dem Abkühlen, solange Reste noch weich sind.

Fragen & Antworten

Passt jede Plancha auf jeden Pelletgrill?

Nein. Maße, Gewicht und Zulassung hängen vom Modell ab. Weber bietet etwa einen eigenen Einsatz für die Searwood-Reihe an. Prüfe immer die Bedienungsanleitung deines Herstellers.

Wie heiß wird eine Plancha am Pelletgrill?

Das hängt vom Gerät. Weber nennt für den Searwood einen Temperaturbereich von 80 bis 315 °C. Eine konkrete Plattentemperatur geben die Hersteller nicht an; sie dürfte unserer Einschätzung nach unter der Garraumtemperatur bleiben oder höchstens gleichauf liegen.

Brauche ich Öl auf der Platte?

Wikipedia beschreibt, dass eine gut eingebrannte Platte eine Patina bildet und danach kein Öl mehr braucht. Bis dahin ist eine dünne Ölschicht üblich; das Einbrennen nimmst du nach der Anleitung der Platte vor.